Haltbarkeitsverbesserung bei Lärchenschindeln


Wie wir gelernt haben, nützt eine Trocknung unserer Lärchenschindeln nicht wirklich, eine längere trockene Lagerung scheidet aus Kostengründen aus.

Daher ist die Kesseldruck-Imprägnierung auf Salzbasis die einzig wirksame Möglichkeit der Haltbarkeitsverbesserung. Dabei spielt es keine Rolle, daß die Salze in das harte Lärchenholz nicht sehr gut eindringen können und auf der sichtbaren Oberfläche bald wieder abgewaschen werden. Wirksam und besonders effektiv sind die Salzschichten im Inneren der Schindeldeckung, im überdeckten Bereich, wo eben die Braunfäulepilze immer ihr Unwesen treiben. Eine Imprägnierung bringt auch keine wesentliche Veränderung der Patinabildung mit sich und das Erscheinungsbild ist kaum anders, als bei unbehandelten Lärchenschindeln. Die Kosten für eine derartige Imprägnierung sind sehr gering, liegen je nach Anbieter zwischen 4.00 und 7,00 pro QM.

In manchen Gebieten Österreichs, z.B. Vorarlberg, werden Lärchenschindeln 4-lagig gedeckt und kaum ein Verantwortlicher für Ausschreibung und Vergabe ist sich dessen bewußt, daß gerade dies kontraproduktiv ist. Eine 4-lagige Deckung ist so dicht und wenig luftdurchläßig, daß eine Fäulnisbildung geradezu vorprogrammiert ist. Richtig ist in jedem Fall eine 3-lagige Deckung, die bei geringerer Dachneigung mit einem dichten Unterdach kombiniert werden sollte.

Ein wenig beachteter Umstand ist auch die Dicke der Lärchenschindeln. Standart ist eine Fußdicke von 10 mm, dagegen wäre eine Dicke von 12 mm deutlich haltbarer und in den Kosten nur unwesentlich teurer.

Da ein Schindeldach über die Jahre je nach Standort mehr oder weniger stark verschmutzt, ist eine regelmäßige Wartung immer eine Notwendigkeit. Dazu gehört vor allem das vorsichtige Reinigen mit einem Dampfstrahler, damit die Schindelfugen frei werden. Veralgung der Schindeloberfläche wird entfernt, verbackene und eventuell vermooste Fußkanten der Schindeln werden gesäubert. Dadurch kann das Dach wieder "atmen", Fäulnisgefahr wird verringert.

Ein leider kaum mehr bekannter Kunstkniff der Schindelverleger ist der Einbau von Zinkblechstreifen kurz unterhalb der Traufe, sowie bei langen Dachflächen in mehreren Reihen untereinander. Wenn es regnet, rinnt das Wasser über die kaum sichtbaren und wenig störenden Blechstreifen, reichert sich mit Zinkoxid an und diese Zinkoxidlösung "imprägniert" so automatisch bei jedem Regen das Dach.

Wenn man aber auf andere Arten von Dachschindeln ausweichen möchte, hier die sinnvollen Alternativen





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