Sinnvolle Alternativen für Dachdeckungen


Wenn wir als Schindellieferant beobachten, wo weiterhin Lärchenschindeln eingesetzt werden und wo man auf alternative Schindelarten ausweicht, so ist der Trend ganz eindeutig: Im privaten Bereich steht der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund, man setzt sich immer stark mit der Problematik der Haltbarkeit auseinander und bei der überwiegenden Zahl der Fälle werden als Dachdeckung Schindeln aus Rot-Zeder und Alaska-Zeder eingesetzt. Hier kann man bei annähernd gleichen Gesamtkosten von mindestens der doppelten Haltbarkeit ausgehen, als bei Lärchenschindeln.

Bei staatlichen Aufträgen, im Denkmalschutzbereich, bei kirchlichen Projekten, aber auch im landwirtschaftlichen Bereich (Österreich und Südtirol: Zuschüße gibt es nur für Lärche !), macht man sich kaum die Mühe, sich richtig zu informieren und die wirklich sinnvollen Dachschindeln auszuschreiben. Es wird gemacht, was man immer schon gemacht hat, und vor allem: es ist ja nicht das eigene Geld, über das der jeweilige Sachbearbeiter verfügt. Auch das bekannte Argument, "heimische" Lärchenschindeln würden die heimische Wirtschaft fördern, ist nicht mehr realistisch, da mehr als 90 % aller Lärchenschindeln aus Ost-Europa und Russland kommen.

In unser aller Interesse sollte es aber liegen, daß die staatlich/kirchlichen und letztlich durch unsere Steuern finanzierten Aufträge optimal gestaltet und vergeben werden. So wäre es wünschenswert, Dächer mit Lärchenschindeln entweder sinnvoll mit richtiger Konstruktion und Imprägnierung auszuführen oder die Dächer mit folgenden, haltbareren Schindelarten zu einzudecken:

1) gespaltene "Indianerschindeln"  aus Rot-Zeder

(Machart:		vorderseitig gespalten, rückseitig gesägt)

verfügbare Längen:	45 cm und  60 cm

Qualitäten:		a)  nur 100 % stehende Jahresringe,  Kl.I  DIN 68119
			b)  80/20:  bis zu 20 % liegende Jahresringe

Dicken:			a)  12-15 mm
			b)  15-20 mm

Sonstiges:		stumpf oder abgefast lieferbar,  wobei unbedingt
			die abgefaste Version vorzuziehen ist;

Wirtschaftlichkeit:	Haltbarkeit je nach Dicke und Qualität 30-60 Jahre;
			durch hohe Durchschnittsbreite schnellere Verlegung,
			als bei Lärche; besonders die Länge 60 cm ist
			unschlagbar in den Gesamtkosten;

VORSICHT:		diese Schindelart gibt es auch in einer minderwertigen,
			unbesäumten kanadischen Version, vor der man sich hüten
			sollte (stark erhöhter Verlegeaufwand!)



 
2) traditionell handgespaltene Alaska-Zedernschindeln

Verfügbare Längen:4	45 cm und für kleinere Flächen 30 cm/25 cm;

Qualitäten:		Kl.I  nach  DIN 68119

Dicken:			10 mm  oder 12 mm  bei 45 cm Länge;

sonstiges:		nur abgefast lieferbar,  gleiche Machart wie Lärche/Fichte,
			Oberflächenstruktur  wie Lärchenschindeln;

Wirtschaftlichkeit:	Haltbarkeit je nach Umstand 40-60 Jahre;
			durch hohe Durchschnittsbreite schnellere Verlegung,
			als bei Lärche; Gesamtkosten etwas über Lärche;



                                
Trad. Handgespaltene Alaska-Zedernschindeln

3) gespaltene "Indianerschindeln" aus Alaska-Zeder
(Machart:		vorderseitig gespalten, rückseitig gesägt)

verfügbare Länge:	nur 45 cm

Qualitäten:		nur Kl.I  nach DIN 68119


Dicken:			a)  12-15 mm
			b)  15-20 mm

Sonstiges:		stumpf oder abgefast lieferbar,  wobei unbedingt
			die abgefaste Version vorzuziehen ist;

Wirtschaftlichkeit:	Haltbarkeit je nach Dicke 40-70 Jahre;
			durch hohe Durchschnittsbreite schnellere Verlegung,
			als bei Lärche; Gesamtkosten etwas über Lärche;



 
"Indianerschindeln" aus Alaska-Zeder, bei St. Georgen/Schwarzwald


4) Sonstige:

Für Gebäude untergeordneter Bedeutung und Anforderungen gibt es bei Haltbarkeiten von 20-40 Jahren noch eine Reihe weiterer
 preisgünstiger Alternativen in gesägter Ausführung aus Rot-Zeder und Alaska-Zeder, die wir auf Wunsch gerne fallweise aufzeigen.
Erwähneswert wären auch noch gespaltene Eichenschindeln, diezufriedenstellende Ergebnisse bringen können, allerdings preislich
über allen anderen Schindelarten liegen.





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